
Die Bratsche gilt vielen als „schlechtere Geige“ und ist Ziel zahlloser Musikerwitze. Dieser Abend wird Sie vom Gegenteil überzeugen. Sie könnten sogar Gefahr laufen, sich am nächsten Morgen selbst eine Bratsche zulegen zu wollen.
Hier wird verraten, warum die Bratsche für Komponisten aller Epochen ein echter Geheimtipp war und ist: warm, erzählerisch und von großer Ausdruckskraft. In intimer Atmosphäre entfalten sich ihre Klangfarben besonders unmittelbar. Die international tätigen Künstler gestalten ein Konzert, das neue Hörperspektiven eröffnet.
Hier wird nichts erklärt, aber vieles gesagt. Wer genau zuhört, wird belohnt. Wer nur schön unterhalten werden will, vielleicht sogar überrascht, wie lange dieser Abend nachwirkt – bis weit in den Frühling hinein.
„Wintermärchen“ vereint Werke von Robert Schumann, Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms und Paul Hindemith für Viola und Klavier.
Schumanns Märchenbilder eröffnen den Abend mit poetischen Charakterstücken zwischen Bewegung und Innenschau. Bachs Gambensonate Nr. 1 setzt dem eine klare Form und ruhige Ausgewogenheit entgegen.
Mit Brahms’ G-Dur-Sonate op. 78 rückt der Gedanke des Rückblicks in den Mittelpunkt – eine Musik von Wärme und leiser Melancholie, die auf Motive aus dem Lied „Regenlied“ zurückgreift. Auf der Bratsche gewinnt diese Klangwelt zusätzliche Tiefe.
Den Abschluss bildet Hindemiths „Fantasie“-Sonate op.11 Nr.4. Mit ihrem träumerischen Beginn, über Taktstriche und Satzpausen hinweg, führt diese Sonate den Abend zu einem fulminanten Ende. Nur kurz nach ihrer Entstehung wechselte Hindemith, damals immerhin Konzertmeister an der Frankfurter Oper, von der Geige zur Bratsche. Zufall?
German Tcakulov (Viola) – mehr…
Bratschist, Kammermusiker, zeitgenössische und klassische Musik, Professor für Viola am Mozarteum Salzburg
Mana Oguchi (Klavier) – mehr…
Pianistin, Kammermusik und Lied, internationale Konzerttätigkeit, Kronberg Academy & Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin
28 € / erm. 15 €
An der Abendkasse und im Vorverkauf im TONALi-Ticketshop
(Ermäßigung gültig für alle Besucher:innen bis 27 Jahre, Studierende, Auszubildende, sowie Menschen mit Behinderungen, Erwerbslose und Empfänger:innen von Hartz IV/Sozialhilfe)
Freie Platzwahl
TONALi SAAL
Kleiner Kielort 3-5
20144 Hamburg
Mit der U2 oder U3 bis Haltestelle Schlump, dann 5 Min zu Fuß:
Auf „Beim Schlump“ geradeaus > an der zweiten Ampel links auf „Bogenstraße“ > nächste links auf „Kleiner Kielort“
Mit den Buslinien 4, 5, 15 und X3 bis Haltestelle „Bezirksamt Eimsbüttel“
Auf die „Bogenstraße“ abbiegen > nächste links auf „Kleiner Kielort“
Wir halten eine begrenzte Anzahl an Parkplätzen auf dem Hof bereit.
Bitte nutzen Sie nur die Parkplätze mit „TONALi“ oder ab 18:00 Uhr und am Wochenende die zusätzlich die „IPS Foto“ Stellplätze.
Sollten keine Parkplätze mehr frei sein, nehmen Sie bitte Rücksicht auf die vermieteten Stellplätze unserer Nachbar:innn und nutzen Sie die kostenpflichtigen Parkplätze in der Umgebung.
An der Kreuzung Bogenstraße / Grindelallee befindet sich eine Stadtrad-Station
Am TONALi Campus gibt es begrenzte Fahrradhalter, bitte halte Flucht- und Rettungswege frei.
Die Haltestellen Schlump und Hoheluftbrücke sind mit einem Fahrstuhl ausgestattet.
Aktuell ist der nächste öffentliche Behindertenparkplatz in der Grindelallee 178 (ca. 300m), zwei weitere befinden sich in der Monetastraße 5 (ca. 370m).
Vor dem TONALi SAAL gibt es keinen expliziten Behindertenparkplatz, gerne reservieren wir Ihnen einen Parkplatz mit ausreichend Abstand.
Der TONALi SAAL ist stufenlos begehbar, die Eingangstreppe kann via Aufzug umgangen werden.
Eine rollstuhlgerechte Toilette ist vorhanden.
Menschen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 erhalten gegen Nachweis 50% Ermäßigung im TONALi Ticketshop. Sofern das Merkmal „B“ im Schwerbehindertenausweis vermerkt ist, erhält eine Begleitperson eine kostenlose Karte.
Der TONALi SAAL hat keinen festen Stuhlplan, gerne stellen wir variable Rollstuhplätze bereit
Vor, während und nach der Veranstaltung hat unsere TONALi Bar für euch geöffnet.
Hier gibt es alkoholische und alkoholfreie Getränke und kleine Snacks gegen Spende.
THE YARD Gallery auf dem Campus zeigt regelmäßig Ausstellungen von regionalen sowie überregionalen Künstler:innen aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Video, Performance und Bildhauerei und ist meistens vor und während unseren Veranstaltungen geöffnet.
Fotocollage: Irène Zandel und Mana Oguchi