Kan Zhang ist ein transdisziplinärer Künstler, geboren in China und wohnhaft in Wien, dessen Praxis sich einer einfachen Kategorisierung entzieht. Er arbeitet a den Schnittstellen von Alter Musik, zeitgenössischer Improvisation, Bewegungsforschung und Text — und interessiert sich weniger für die Grenzen dieser Felder als für das, was dazwischen entsteht.
Ausgebildet als Blockflötist bei Shengfang Chiu und Thomas List, schloss er sein Masterstudium an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK, Cum Laude, 2025) ab. Derzeit studiert er Viola da Gamba bei Pierre Pitzl an der MUK sowie Contemporary Art Practice an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw), wo sein Fokus auf dem Dialog zwischen den Künsten und der Musik liegt.
Literatur durchzieht alles, was er macht. Seine Kompositionen tragen oft einen narrativen Impuls, und er schreibt Gedichte parallel zu seiner musikalischen Arbeit. Performance ist für Kan nie rein klanglich — sie schöpft gleichermaßen aus Geste, Bild und Sprache. Er ist künstlerischer Leiter eines interdisziplinären Kollektivs –COLLECTIVE LIEVE in Wien, wo er transdisziplinäre Projekte initiiert und leitet.
Seine Praxis hat er durch Begegnungen mit Künstlerinnen und Künstlern wie Kees Boeke, Doris Uhlich, Eva Reiter, Christian Fennesz, François Lazarevitch und Jérôme Hantaï weiterentwickelt.
Wenn er nicht probt oder komponiert, findet man ihn wahrscheinlich mit Stricknadeln oder Ton in der Hand — andere Arten, Dinge langsam und mit Sorgfalt entstehen zu lassen.
Foto: Vivi Dybowski