
Beim Konzert tritt ein Trio aus Cembalo, Schlagzeug und Elektronik auf und präsentiert neue Werke von Yuri Akbalkan, Xiao Fu, Todd Harrop, Tam Thi Pham und Genoël von Lilienstern. Alle Instrumente sind in Bohlen-Pierce gestimmt. Die Bohlen-Pierce-Skala entfalte ihre Wirkung nicht auf dem Papier, sondern im Klang; meint Nora-Louise Müller, die sich forschend und künstlerisch damit auseinandersetzt. Nur durch das Hören könne man diese tonale Parallelwelt betreten.
Das Konzept baut auf einem in Hamburg entstandenen musikgeschichtlichen Erbe auf: die Bohlen-Pierce-Skala hat ihren Namen nach dem Hamburger Ingenieur Heinz Bohlen, der diese Stimmung 1972 erstmals beschrieb. Diese Entdeckung stellt ein einzigartiges kulturhistorisches Potenzial der Stadt Hamburg dar, das bislang nur vereinzelt aufgegriffen wurde. Die spätere internationale Rezeption (u. a. durch John Pierce und das Symposium in Boston) unterstreicht die Bedeutung dieser Entwicklung über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus.
Das Konzert richtet sich an ein musikinteressiertes Publikum mit Fokus auf zeitgenössische Musik, Klangforschung und interdisziplinäre Kunstformen, aber auch an die Allgemeinheit. Angestrebt wird eine Ansprache der freien Szene sowie des akademischen Umfelds.
Die Bohlen-Pierce-Skala wurde unabhängig voneinander vom Hamburger Ingenieur Heinz Bohlen (1972), dem niederländischen Software-Entwickler Kees van Prooijen (1978) und dem amerikanischen Ingenieur John Pierce (1984) konstruiert. Bemerkenswerterweise kamen alle drei auf dieselbe 13-stufige, nicht oktavierte Skala, die ungeradzahlige Frequenzverhältnisse in den Mittelpunkt stellt. Seitdem hat die BP-Skala das Interesse von Musiker:innen, Komponist:innen, Musiktheoretiker:innen und Instrumentenbauer:innen geweckt.
Vor diesem Hintergrund stellten sich Yuri Akbalkan, Todd Harrop und Elena Khurgina die Frage, ob sich das Cembalo auf die neuartige Skala des BP-Systems umstimmen ließe. Durch die erstmalige Anwendung der BP-Skala auf einem historischen Cembalo und die Entwicklung zusätzlicher, speziell gestimmter Instrumente (BP-Metallophone) erweitert das Projekt klangliche und kompositorische Möglichkeiten. Es verbindet historische Instrumentenpraxis mit aktueller Musiktechnologie und schafft dadurch Anknüpfungspunkte für künstlerische Forschung, neue Konzertformate und die Entstehung eines spezialisierten Repertoires.
Konzertprogramm
Yuri Akbalkan
Prooemium praeter rem (UA 2026)
für Cembalo, Sensoren und Elektronik
Todd Harrop
Präludien (UA 2026)
für Cembalo, Schlagzeug und Elektronik
Xiao Fu
truth::shift (UA 2026)
für Cembalo und Elektronik
Genoël von Lilienstern
On the spectrum (UA 2026)
für Linnstrument
Tam Thi Pham
Between Bar and Bell (UA 2026)
für Schlagzeug und Elektronik
Improvisation
Cembalo, Schlagzeug, Elektronik
* Uraufführung (kurz UA)
Ein Projekt von Sensorium Nord im Rahmen von blurred edges – Festival für aktuelle Musik Hamburg (29.05. — 28.06.2026)
Elena Khurgina (Cembalo) mehr …
Todd Harrop (Schlagzeug, Komposition) mehr …
Yuri Akbalkan (Elektronik, Komposition) mehr …
Xiao Fu (Komposition) mehr …
Genoël von Lilienstern (Komposition) mehr …
Tam Thi Pham (Komposition) mehr …
Martin Kather (Stimmung Cembalo)
Nora Ebneth (Moderation)
Mit der Unterstützung von
An der Abendkasse und im Vorverkauf im TONALi-Ticketshop
Vorverkauf 13 € / erm. 10 €
Abendkasse 16 €
Soliticket 30€
Freie Platzwahl
TONALi SAAL
Kleiner Kielort 3-5
20144 Hamburg
Mit der U2 oder U3 bis Haltestelle Schlump, dann 5 Min zu Fuß:
Auf „Beim Schlump“ geradeaus > an der zweiten Ampel links auf „Bogenstraße“ > nächste links auf „Kleiner Kielort“
Mit den Buslinien 4, 5, 15 und X3 bis Haltestelle „Bezirksamt Eimsbüttel“
Auf die „Bogenstraße“ abbiegen > nächste links auf „Kleiner Kielort“
Wir halten eine begrenzte Anzahl an Parkplätzen auf dem Hof bereit.
Bitte nutzen Sie nur die Parkplätze mit „TONALi“ oder ab 18:00 Uhr und am Wochenende die zusätzlich die „IPS Foto“ Stellplätze.
Sollten keine Parkplätze mehr frei sein, nehmen Sie bitte Rücksicht auf die vermieteten Stellplätze unserer Nachbar:innn und nutzen Sie die kostenpflichtigen Parkplätze in der Umgebung.
An der Kreuzung Bogenstraße / Grindelallee befindet sich eine Stadtrad-Station
Am TONALi Campus gibt es begrenzte Fahrradhalter, bitte halte Flucht- und Rettungswege frei.
Die Haltestellen Schlump und Hoheluftbrücke sind mit einem Fahrstuhl ausgestattet.
Aktuell ist der nächste öffentliche Behindertenparkplatz in der Grindelallee 178 (ca. 300m), zwei weitere befinden sich in der Monetastraße 5 (ca. 370m).
Vor dem TONALi SAAL gibt es keinen expliziten Behindertenparkplatz, gerne reservieren wir Ihnen einen Parkplatz mit ausreichend Abstand.
Der TONALi SAAL ist stufenlos begehbar, die Eingangstreppe kann via Aufzug umgangen werden.
Eine rollstuhlgerechte Toilette ist vorhanden.
Menschen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 erhalten gegen Nachweis 50% Ermäßigung im TONALi Ticketshop. Sofern das Merkmal „B“ im Schwerbehindertenausweis vermerkt ist, erhält eine Begleitperson eine kostenlose Karte.
Der TONALi SAAL hat keinen festen Stuhlplan, gerne stellen wir variable Rollstuhplätze bereit
Vor, während und nach der Veranstaltung hat unsere TONALi Bar für euch geöffnet.
Hier gibt es alkoholische und alkoholfreie Getränke und kleine Snacks gegen Spende.
THE YARD Gallery auf dem Campus zeigt regelmäßig Ausstellungen von regionalen sowie überregionalen Künstler:innen aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Video, Performance und Bildhauerei und ist meistens vor und während unseren Veranstaltungen geöffnet.
© Claudia Hansenpre