Witten-Workshop

 

Nächster Termin: 01. – 03. April 2016
Dozenten: Helge Antoni, Amadeus Templeton, Boris Matchin, Ortrud Borchardt, Lea Gollnast
Teilnehmer: TONALi16-Stipendiaten

Der Witten-Workshop wird in Kooperation mit der Fakultät für Kulturreflexion der Privaten Universität Witten/Herdecke durchgeführt, um die künstlerischen Fähigkeiten der TONALi – Teilnehmer hinsichtlich der Aspekte Bühnenpräsenz, Kommunikation und Konzertmoderation zu coachen.
Sowohl der Musiker als auch das zukünftige Publikum profitieren von dieser Fähigkeitsbildung. Dem Musiker wird ein Weg aufgezeigt, seinen ganz persönlichen Bezug zur Musik in Worte zu fassen und anschließend im Konzert dem Zuhörer zu vermitteln. Dieser wiederum erlangt durch diese Einführung einen vertieften Hörzugang zu komplexen klassischen Werken.
Der Workshop richtet sich als fester TONALi – Bestandteil im Vorfeld des Wettbewerbes an alle TONALi16 – Teilnehmer.
Bei TONALi müssen sich die Wettbewerbsteilnehmer auch der Kategorie der Musikvermittlung stellen. Für viele Nachwuchsmusiker ist es noch ungewohnt, auf der Bühne neben dem musikalischen Aspekt auch mit Worten zu agieren. Diese ungewohnte Situation wird im Workshop eingängig vorbereitet, um den Musiker bestmöglich auf die Musikvermittlung während der Schulkonzerte, der Vorrunde B und auf anschließende Konzertsituationen wie das TONALi-Festival „zwölf.orte / Klassik in deinem Kiez“ vorzubereiten.
Während der drei Workshop-Tage werden die Teilnehmer sowohl individuell als auch in der Gruppe gecoacht und so intensiv im konkreten Umgang mit einem jungen Klassik-Publikum geschult. Durch Präsentationen, Dialog-Spaziergänge und gruppenspezifische Aufträge wird Musikvermittlung gemeinsam und praktisch erarbeitet.
Die Fähigkeit, Musikvermittlung auszuüben, neue Konzertformate zu entwickeln und über Musik inspiriert sprechen zu können, ist ein zentraler Bestandteil des zukunftsweisenden Musikwettbewerbes TONALi.
Im Laufe des Workshops werden die Teilnehmer sich ihrer Verantwortung gegenüber dem klassischen Konzertleben bewusst. Der Workshop bildet aus Konkurrenten eine Gemeinschaft, die sich gemeinsam mit der TONALi – Organisation für den Wandel des Konzertlebens einsetzt.

 

 

Witten-Feedback (TONALi14 – Stipendiat Alexander Kim)
Vor dem Workshop in Witten habe ich mich nie ernsthaft mit dem Klassik-Publikum von Morgen beschäftigt und mir dementsprechend auch keine größeren Gedanken darüber gemacht, wie man junge Leute näher an die klassische Musik heranführen kann.

Der Workshop mit all den informativen und anregenden Diskussionen hat mir gezeigt, welch eine große Verantwortung wir Musiker tragen – denn besonders als junge Musiker können wir Menschen in unserem Alter womöglich leichter erreichen und sie dazu inspirieren, sich mit klassischer Musik zu beschäftigen. Jedoch habe ich durch den intensiven Austausch mit anderen Geigern meines Alters realisiert, dass wir die Verantwortung am besten gemeinsam tragen, sie also auf uns alle verteilt wird. Somit bringt der Austausch von Ideen und Wünschen eine große Freude und Leidenschaft für die Vermittlung der Musik allgemein und der eigenen Interpretation im Besonderen.

Der Workshop hat mich dazu inspiriert, mein „Image“ als klassischer Musiker noch einmal zu überdenken und mir die Frage zu stellen, warum ich überhaupt Musik mache. Um ehrlich zu sein, kann ich die Frage momentan nicht zufriedenstellend beantworten, aber ich möchte mich auf die Suche begeben.

Ich danke  Amadeus, Boris, Helge, Lea, Jonas und den elf Teilnehmern ganz herzlich für die drei bewegenden Tage, die mich sehr viel zum Nach- und Weiterdenken über Stellenwert (persönlich wie auch gesellschaftlich), Vermittlung und Interpretation der Musik angeregt haben.

 Webseite der Privaten Universität Witten Herdecke

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