Partit(o)ur

Die Partit(o)ur ist ein Kooperationsprojekt von TONALi, The Young ClassX und NDR Kultur. Die Partit(o)ur macht die Freie und Musikstadt Hamburg für 36 ausgewählte TuttiContest-Schüler zum lebendigen musikalischen Erfahrungsfeld. Das Projekt wurde noch nicht realisiert.

Worum geht bei der Partit(o)ur?
Die Partit(o)ur ermöglicht 36 ausgewählten Schülern aus 12 Hamburger TuttiContest-Schulen einen einzigartigen Einblick in zwölf ausgewählte Institutionen der Freien und Musikstadt Hamburg. Die, einen ganzen Tag dauernde, Partit(o)ur macht die Wertschöpfungskette zwischen dem Erfinden- und dem Aufführen von Musik erfahrbar und nachvollziehbar.

Wem nützt der Partit(o)ur?
Wer verstehen möchte, was eine Freie und Musikstadt Hamburg inhaltlich ausmacht, der braucht den Einblick ein eine Art Musikstadt-Partitur. Diese Partitur besteht aus zwölf Stimmen, bzw. zwölf Stationen. 36 Schülerinnen und Schüler aus zwölf weiterführenden Schulen von Wilhelmsburg bis Blankenese erhalten durch die Partit(o)ur Einblicke in diese Partitur. Ein von allen Mitreisenden geschriebener Erlebnisbericht wird im praxisorientierten Musikunterricht Verwendung finden.

An wen richtet sich die Partit(o)ur?
An 36 ausgewählte Schülerinnen und Schüler, die als Schülermanager von TONALi bereits eigenverantwortlich zahlreiche Konzerte organisiert haben. Das Projekt setzt – wie auch der TONALi TuttiContest – auf Chancengerechtigkeit. Eine Vorbildung wird nicht vorausgesetzt.

Warum zählt die Partit(o)ur gerade jetzt?
Weil Hamburg eine Musikstadt werden möchte. Weil ein Musikstadt-Verständnis erfahrbar gemacht werden muss. Weil eine hochstilisierte Ergebniskultur – wie z.B. die der klassischen Musik – für Viele nicht mehr nachvollziehbar ist. Weil ein zusammenschauendes Verstehen einer lebendigen Prozesskultur eine Kultur-vermittelnde Brücke baut.

Wie funktioniert die Partit(o)ur?
Die 36 mitreisenden Schülerinnen und Schüler treffen sich vorbereitend in einem Workshop. Der Workshop bereitet die einzelnen Musikstadt-Stationen inhaltlich vor. Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Aufgabe, über jeweils eine, ihnen zugeteilte Station schriftlich (für z.B. das Klassik-Magazin concerti) zu berichten. Die Partit(o)ur dauert einen ganzen Tag und Endet in einem Preisträgerkonzert von TONALi in der Laeiszhalle.

Was macht die Partit(o)ur besonders?
Die Partit(o)ur erzeugt ein Verständnis für das, was eine Musikstadt ausmacht, für das, was für ein Konzert institutionell notwendig ist. Die Partit(o)ur gibt Einblicke, involviert die Reisenden in die Vorort-Besuche und produziert eine Zusammenschau, eine Musikstadt-Partitur, die im praxisorientierten Musikunterricht Verwendung findet.

Was nimmt man von der Partit(o)ur mit?
Wer als Mitreisender der Partit(o)ur zwölf Stationen der Freien und Musikstadt Hamburg erlebt hat, der verfügt über einen einzigartigen Einblick in das Musikleben einer Großstadt.

 

 

Teilnehmer
Von den 12 teilnehmenden Schulen des TONALi-TuttiContests werden je drei Schüler aus der Oberstufe (Klasse 11-13), also insgesamt 36 Schüler über ein Auswahlverfahren ermittelt. Jeder Schule wird eine der 12 Stationen der Partit(o)ur zugewiesen, die von den drei Schülern im Vorhinein thematisch vorbereitet und während der Tour dokumentiert wird. Das Material der 12 Schülergruppen wird in einem Nachbereitungstermin zu einer gemeinsamen Präsentation zusammengefasst und als Partit(o)ur-Vortrag zur Musikstadt Hamburg in den einzelnen Schulen den Mitschülern vorgestellt.

 

Die Laeiszhalle begrüßt im Jahr rund 450.000 Besucher und ist Hamburgs erste Adresse für klassische Musik. Die Intendanz und das gesamte Team verantworten einen künstlerisch anspruchsvollen und logistisch hochkomplexen Ablauf. Zudem wird hier das größte Bauprojekt der Musikstadt Hamburg, die Elbphilharmonie, verwirklicht. Ein Intendanten-Gespräch sowie ein Besuch in der Geschäftsstelle bringen den Schülern diesen bedeutenden Musikort näher.

Mit der Erfindung von Musik beginnt alles. Ohne Bach und Beethoven gäbe es kein Kultur-Radio, keine Musikhochschule und keinen Konzertsaal, keine Musikverlage und keine Ohrwürmer, die jeder kennt.

Wo jedoch entsteht Musik? Wer schreibt sie? Diese und weitere Fragen werden den Schülern von einem ausgewählten Komponisten beantwortet.

In der Johnsallee 23 haben die Hans Sikorski Musikverlage ihren Firmensitz. Sikorski vertritt weltbekannte Komponisten wie Schostakowitsch, Prokofjew und Rachmaninoff. Bei einem Besuch im Verlagshaus erhalten die Schüler Einblicke in die Lektoren-Werkstatt, in das berühmte Komponisten-Archiv sowie die hauseigene Druckerei.

Wenn der Musiker eine neue Komposition erarbeiten möchte, beginnt er damit, diese täglich zu üben. Ein eindrucksvoller Ort, an dem das regelmäßige, oft stundenlange Üben von Musik erlebt werden kann, sind die Übezellen in einer Musikhochschule. Das Üben dient unter anderem der Vorbereitung auf den Einzelunterricht mit einem erfahrenen Dozenten. In der Hochschule für Musik und Theater Hamburg erhalten die Schüler interessante Einblicke in das Thema „Üben“ und einen Einblick in eine „Meister – Schüler – Beziehung“ der jungen Nachwuchsmusiker.

Vom Einzelunterricht aus führt die Station 5 in das Forum der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Dort können die Teilnehmer der PARTIT(o)UR mitverfolgen, wie in einer Kammermusik-Probe an musikalischen Details gefeilt wird, wie ein künstlerisches Streitgespräch verläuft und was die Probenprozesse in Vorbereitung auf ein Konzert so alles mit sich bringen.

Nicht jede Probe bereitet ein Konzert vor. Die meiste Musik wird heute digital konsumiert. Daher ist es umso spannender, in einem Tonstudio zu sehen, wo und wie Musik aufgenommen wird, wo und wie die Mischung der Musik stattfindet und worauf ein Tonmeister achtet, wenn Musik aufgenommen wird.

Der Besuch bei NDR Kultur stellt einen ersten Höhepunkt der PARTIT(o)UR dar. Die Schüler erhalten einen spannenden Einblick hinter die Kulissen des NDR-Radios. Schon der Blick in die Redaktionsräume, Konferenzzimmer und Studios ist beeindruckend. Ggf. werden die Teilnehmer der PARTIT(o)UR von einem Moderator „live“ zu den bereits besuchten Stationen befragt. Der Sender wird die gesamte PARTIT(o)UR begleiten.

Im Schnitt sind es 135 Konzerte, die monatlich auf Hamburgs Bühnen gespielt werden. Zahlreiche Konzertveranstalter widmen sich Themen wie Programmgestaltung, Künstlermanagement, Konzertdurchführung, Pressearbeit, etc. Durch den Besuch der TONALi gGmbH lernen die Schüler einen Konzertveranstalter kennen, der sich in einem kleinen Team um diese Themen kümmert.

Hier werden Musikkritiker, Musikjournalisten und Musikdramaturgen ausgebildet, die später ihr Wissen zur Musik in Programmhefttexten und Konzerthauseinführungen zum Ausdruck bringen. Ein Besuch des Musikwissenschaftlichen Institutes in der Neuen Rabenstr. 13 gibt Einblicke in die akademische Musikwelt. Bezugnehmend auf das Konzert am Abend wird das Programm in Form einer authentischen Konzerteinführung durch den Künstler selbst besprochen.

Um viele Menschen über ein Konzert in Kenntnis zu setzen, ist ein komplexer Werbeaufwand nötig. Plakate, Flyer, Anzeigen und redaktionelle Vorberichte informieren das Publikum über ein bevorstehendes Konzert. Ein geradezu eindrucksvolles Beispiel für Konzertwerbung ist der concerti Verlag in der City Nord. Hier wird seit der Gründung des Verlags in 2006 in verschiedensten Abteilungen an Deutschlands meistgelesenem Klassikmagazin gearbeitet. Die Schüler erhalten u.a. Einblicke in die Text- und Onlineredaktion, die Terminredaktion sowie die Abonnentenbetreuung.

Ein wichtiger und informativer Teil des Konzertlebens ist die Berichterstattung der Presse. Ein kleiner Einblick in die Kulturredaktion des Hamburger Abendblatts zeigt den Schülern, wie Kultur-Journalisten arbeiten und anhand welcher Kriterien sie kulturelle Themen für ihre Texte und Berichte auswählen. 

Wieder angekommen am Ausgangspunkt, der Laeiszhalle, geht es um 20 Uhr auf ins Konzert. Der Besuch eines klassischen Konzertes mit einem großen Sinfonieorchester und jungen, herausragenden Solisten ist ein unvergessliches Live-Erlebnis. Ein durch viele Menschen lange vorbereitetes Ereignis kommt auf die große Bühne. Die Schüler gelangen durch den Backstage-Bereich des Konzerthauses zu ihren Plätzen im Konzertsaal und erfahren nach den verschiedenen musikalischen Stationen des Tages das Konzert als neues Gesamterlebnis.

Kontakt

TONALi gGmbH, Kleiner Kielort 8, 20144 Hamburg
T 040 / 53 26 62 71, F 040 / 50 69 18 88, Mail info@tonali.de

Kontoverbindung

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